Madagaskar

 

Die Pest ist in Madagaskar ausgebrochen!

 

Mit dieser Schlagzeile sorgt Madagaskar, das zu den ärmsten Ländern dieser Welt zählt, gerade wieder für aufsehen. Obwohl jeder Madagaskar vom Namen her kennt und es sogar geograpisch zuordnen kann, scheinen wir die Menschen dort vertgessen zu ha- ben. In Madagaskar muß ein Arzt ungefähr 8300 Menschen versorgen.

 

Ein Arzt für 8300 Menschen

 

Viele Menschen in Madagaskar kommen jedoch nie in den Genuß ärztlicher Versorgung. Es gibt in Madagaskar keine öffentliche Krankenversicherung. Alle Behandlungen müs- sen im Voraus bezahlt werden. Fehlt für lebensrettende Operationen und Medikamente das Geld, so kann dies den Tod vor dem Krankenhaustor bedeuten.  Und das fehlt oft, denn das Bruttoinlandsprodukt beträgt ungefähr 700 € pro Kopf. So erleben 97 % der Einwohner ihr fünfundsechzigstes Lebensjahr nicht! Das gleiche gilt für Schulbildung. Selbst die Grundschule ist dort kostenpflichtig. Vor diesem Hintergund ist man fast er- staunt, das die Analphabetenquote nur 45 % beträgt.

 

Eine befreundete Stiftung leistet hier seit einigen Jahren vorbildliche Arbeit. Sie hat eine Schule für Kinder, deren Eltern sich das Schulgeld nicht leisten können, gegründet. Dreihundert Kinder haben hier die Möglichkeit von der Grundschule bis zum Abitur unterrichtet zu werden.

 

Schuluntersuchung

 

Doch was nützt die beste Bildung, wenn schon die klein- ste Erkrankung für die Kinder zur Katastrophe wird, weil kein Arzt vorhanden ist und das Geld für die Medikamente und den Arzt fehlt? Hier können Ärzte unter Segeln gezielt helfen. Im Rahmen ihrer regulären befruflichen Tätigkeit haben zwei Ärzte die Schule 2014 zwei mal besucht. Die eingesparten Reisekosten konnten so direkt in die Hilfsleistungen fließen.

 

Beim Eintreffen von Ärzten unter Segeln grassierten gerade Atemwegserkrankungen unter den Kindern. So war das Wartezimmer schnell voll. Die gründliche, körperliche Untersuchung unterstützt durch das mitgebrachte mobile Labor standen an erster Stelle. Die mitgebrachten Medikamente konnten so gezielt und effektiv eingesetzt werden.

 

10 Euro stoppen 1 Jahr Leiden

 

Natürlich wurden auch die Mitarbeiter untersucht und behandelt.  Dabei fiel ein männlicher Mitatrbeiter auf. Sein Allgemeinzustand war schlecht. Er wirkte unterernährt obwohl er nicht hungerte, denn die Schule gibt nicht nur Bildung und Arbeit, sie ernährt ihre Schützlinge auch. Aber er war krank. Seit einem Jahr schon plagten ihn Unterbauchbeschwerden und zum Teil hohes Fieber. Die gründliche Untersuchung und das mitgebrachte mobile Labor lieferten schnell die Diagnose. Ein Harnwegsinfekt war die Ursache für ein Jahr Leiden. Unbehandelt hätte dieser, für uns in Europa eigentlich nur eine Bagatelle, zum Nierenversagen und sicheren Tod des Patienten geführt. Und die Kosten? 10 Euro kostete die Behandlung dieses Familien-vaters! 10 Euro entscheiden zwischen Leiden und Leben!

 

Bereits jetzt sind die nächsten Hilfseinsätze

auf Madagaskar geplant.

Helfen Sie mit Ihrer Spende mit,

diesen Menschen eine Zukunft zu geben!

 

© 2014 by Ärzte unter Segeln